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Eigenschaften des Raffinierstahles 1 |
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Der grosse Nachteil des Rennfeuerstahls ist seine schlechte Härtbarkeit. Der gesamte Stahlherstellungs– und Schmiedeverlauf muss exakt aufeinander abgestimmt sein, um diesen Stahl erfolgreich härten zu können. Wird bei der Härtung der glühende Stahl in Wasser abgeschreckt, wirken ungeheure Kräfte auf ihn ein. Die Krümmung eines japanischen Schwertes entsteht bei diesem Vorgang. Man kann sich vorstellen welchen Belastungen der Stahl ausgesetzt ist, wenn das Wasser innerhalb von Sekunden dem glühenden Stahl sämtliche Wärme entzieht. Die grösste Kunst bei der Herstellung des Raffinierstahls ist seine Härtung!
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Mein absoluter Rekord im Bereich der Härtelinien. 5 deutlich abgesetzte Zonen, wobei einzig die „1. Zone“ an der Schneide wirklich hart ist. Ein reines Experiment, in dieser Variante wird es kaum ein entsprechendes Original geben. Bemerkenswert ist die abrupte Reaktion des Stahles beim härten, abhängig von der Materialdicke.
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Bei dieser Klinge siehr man wie die Härtung im dickeren Bereich abbricht. Auch wenn es für den Laien so aussieht, dies ist kein Damaszenerstahl. Der dünne Bereich an der Schneide ist durchgehend hart und der dickere mittlere Teil ist nur weich. Um diese Maserung so gut sichtbar zu machen, mussten alle Register der Polierkunst gezogen werden. Die Kohlenstoffdifferenzen und Härteunterschiede der Schichten sind sehr gering.
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Auch diese sehr alte Klinge ist sehr dünn. Durch den erhaltenen Teil der Eisenscheide kann man Aussagen, dass diese Klinge heute noch fast ursprüngliche Masse aufweist.
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Diese Klingen sind nicht ausgewählt weil sie speziell dünn sind. Das ist bei europäischen Klingen die Normalität. Selbst der Stahl der riesigen Zweihänder ist kaum dicker. Dies Klingen müssen federn, dies ist mit Raffinierstahl nur in dieser Materialdicke machbar.
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Zwei Originale aus verschiedenen Jahrtausenden. Beide haben keinerlei Materialunterschiede in den Schneiden. Weiche Stahlschichten in der Schneide würde die Gebrauchsqualitäten drastisch senken. . |
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Eigenschaften des Raffinierstahles1 |
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Abmessung europäischer Schwerter |
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Europäisch Schwerter sind meist dünn und elastisch. Alle Jahrhunderte hindurch war die typische Schwertform gerade und zweischneidig. Durch die gerade, flexible Schneide kann ein Hieb und weniger ein stabiler Schnitt ausgeführt werden.
Einige Stücke aus verschiedenen Jahrhunderten |
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Dieselbe Klinge in Seitenansicht |
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Katzbalger
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Seitenansicht derselben Klinge |
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Vergleich der Klingendicke mit einem Zündholz |
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www.schwertschmiede.ch von Volker Hollmann |